Februar 19, 2009 | In: Engel

Einfach engelhalft – diese Engel

Wer hat wen gefunden?

Foto:laurafoto

Mich die Engel – oder doch eher umgekehrt?

Da saß ich nun Weihnachten 1997 vor meinem kleinen Aquarellblock und war beschäftigt, eine Winterlandschaft zu malen. Es sollte eines von mehreren Bildern werden, die ich als Weihnachtskarten verschicken wollte.

Da ich ja schließlich schon seit meinem 14ten Lebensjahr malte, dachte ich mir, ich könnte mal auf gekaufte Karten verzichten und meine eigenen – was ja auch persönlicher ist – kreieren. Also machte ich mich ran ans Werk.
Ich malte einen See, setze ein Bäumchen an das Ufer, eine Wintersonne darüber, aber die Wasserfarben machten was sie wollten und mir missfiel, was daraus entstand. Verärgert wollte ich das Bild entsorgen, doch just in dem Moment, da meine Hände zum Zerknüll Vorgang ansetzten, „hörte“ ich in mir den Satz: „Dreh das Bild um!“ Und dann sah ich es! Von horizontaler Sicht auf die Vertikale gedreht, zeigten sich mir die wunderschönen Konturen eines ENGELS!

Ich tippte mir an die Stirn und dachte:“ Ja natürlich! Zu Weihnachten passt ein Engel als Motiv doch viel besser!“ Ich betrachtete das kleine Wunderwerk von allen Seiten und hob die Konturen mit etwas mehr Farbe vorsichtig hervor.

Der See entpuppte sich als Gewand des Engels, das Bäumchen als linker Ansatz des linken Flügels, die Sonne verschmolz zu einem Flügel. Die zerlaufenen Farben umrahmten tuffig die Gestalt und es kristallisierte sich mein erster Engel heraus, der die Initialzündung für alle, von diesem Tag an, kommenden Engel war.

Bis zu diesem Tag hatte ich mit Engeln sehr wenig zu tun. Der Schutzengel und Gabriel, als Engel der Verkündung, waren mir zwar bekannt, aber sonst, war ich eher ein realistischer Mensch, der fest im Lebenskorsett – Lehrerberuf, Familie und Haushalt – eingebunden war. – Somit gehörten Engel nicht gerade zu meinem Alltag.

Daraus ergibt es sich, dass das Ereignis 1997 irgendwie wohl von den Engeln gesteuert wurde. Denn beim Entstehen meines 1. Engels, war noch nicht einmal der Gedanke an einen solchen, als Motiv für eine Weihnachtskarte, vorhanden.

Es hätte ja auch sein können, dass ich mir ein Engelbild als Vorlage genommen hätte und daraus, mit ein paar geschickten Pinselstrichen, dieser 1. Engel entstanden wäre. Dann hätte ich die Engel immer noch nicht wirklich gesucht, aber immerhin versucht zu malen. – Aber es war noch nicht einmal DAS!

Wem ich diese Geschichte erzähle, glaubt vielleicht nicht wirklich, dass in einem Bild, das mit einem völlig anderen Motiv begann, nur durch dessen Drehung von horizontaler auf vertikaler Sicht, ein ENGEL zeigt. – Ist aber so!
Ich konnte es ja auch nicht fassen. Und genau dieser Moment des Drehens impliziert die Frage: Wer hat wen gefunden?

Habe ich die Engel gefunden, WEIL ich den Engel in den zerlaufenen Wasserfarben sah? Oder haben sie mich gefunden, weil sie diesen 1. Engel „einfach so“ entstehen ließen? – Ist schon fast wie: „Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?“

Hätte ich allerdings dieses „Dreh das Bild um!“ nicht gehört, wäre das Bild im Müll gelandet. Woher kam nun dieser Satz? Waren es die Engel, mein Höheres Selbst? Meine Einbildung? Und wenn Letzteres, woher wusste meine „Einbildung“, dass im Bild ein Engel versteckt war?

Ich hätte ja auch das Bild umdrehen und NICHTS sehen können. Dann wäre das Bild ganz bestimmt im Müll gelandet. Oder ich hätte zwar was sehen, aber nichts damit anfangen können, da mir Engel ja gar nicht wirklich bekannt waren, außer als Putten in alten Gemälden.

Zu der Frage „wer hat denn nun wen gefunden?“ gebe ich mal meine eigene Version wieder:
Da ich mich zu jenem Zeitpunkt überhaupt nicht mit Engeln befasste, bin ich heute davon überzeugt (worüber ich auch gerade ein Buch schreibe), dass es wahrhaftig die Lichtwesen waren, die mich bewusst ausgesucht haben, sie zu malen.

Warum? – Sie wussten, ich male seit meinem 14ten Lebensjahr und hatte somit ein bisschen Ahnung vom Umgang mit Farben. Ich hatte auch gelernt mit Aquarell und Pastellkreide zu malen, was sich wunderbar eignet, um Farben fließen zu lassen und mit ihnen zu spielen. Ich malte schon immer SEHR farbenfroh, was Betrachter automatisch anzieht und zum Hinschauen verführt.

Und die Engel wollten, dass LICHT durch diese Bilder auf die Erde kommt. Ich war Autodidaktin, also keine gelernte Malerin, somit nicht perfekt und professionell, was für Engelbilder sehr förderlich ist, um ohne Regeln, wie der goldene Schnitt für die Bildkomposition, Farbgesetze und vorgeübte Skizzen, zu malen, sondern sich einfach frei und unbedarft „führen“ zu lassen.

Malt man nämlich frei und unbedarft, ist die Vernunft ausgeschaltet und es agiert Gefühl und Herz = Basis für ENGELBILDER.
Wie sie es allerdings geschafft haben, mich als Realistin, dazu zu bringen, den Satz „Dreh das Bild um!“ zu hören, den Engel zu erkennen und ihn herauszuarbeiten, weiß ich nicht, dürfte aber für himmlische Mächte sicherlich ein Klacks sein.

Egal, wer nun wen gefunden hat, ist das Resultat zumindest etwas, was die Menschen erfreut und bewegt. Und mich besonders, weil ich damit ein Stückchen Himmel auf die Erde bringen darf. – Viel Freude mit den „Stückchen“!

Über die Website http://www.engelhaftes.de/ können sie mit mir Kontakt aufnehmen. Dort finden Sie auch meine Email-adresse.
Ich freu mich schon auf Sie.

Gabriele Diana Bode

3 Responses to Einfach engelhalft – diese Engel

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Inge

Februar 22nd, 2009 at 7:22 pm

Da ihr jetzt das Licht hier angeknipst habt, werden sicher bald mehr Engelfans herfinden :)

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admin

Februar 23rd, 2009 at 9:51 am

Danke liebe Inge.
Das Licht war schon da, wir haben es nur bei Frau Bode abgeholt.
Tolle Bilder. Bin schon seit Jahren ein öffentlicher Fan von ihr.
Liebe Grüße
Hans

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Hazel

Februar 24th, 2009 at 7:07 am

Ja, das Licht tut eurem Blog gut. Aber ich frage mich, wozu dieser Trauerrand dienen soll?

Die Schrift dürfte auch 1-2 Töne dunkler sein, dann könnten auch Halbblinde den Blog besser lesen.

;)

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