September 30, 2009 | In: Kritisches, Satire
Die Sekten
Hier nun in bester SEKTEN-Pfarrer Manier, etwa mit dem gleichen geistigen Anspruchs-Niveau, Erkenntnisse aus meiner SEKTEN-Forschung:
Der SEKT, plural: –> die SEKTEN, umgangssprachlich: –>die SEKTE
Bekanntlich ist der SEKT ein Erzeugnis, daß man u.a. durch Gährung gewinnt. Dieses Erzeugnis nennt man in seiner Mehrzahl SEKTEN. Sie leben im Untergrund. Dort werden sie von SEKTEN-Meistern abgefüllt und umgedreht. Die SEKTEN reifen in sog. SEKTEN-Kellern.
Die besten SEKTEN reifen auf natürliche Weise und in aller Stille. Wenn die SEKTEN reif sind, so kommen sie ans Licht und werden entkorkt. Dies geschieht vielfach mit einem mehr oder minder geräuschvollem Knall.
Den Vorfall der Öffnung eines SEKT oder mehrerer SEKTEN nennt man auch allgemein eine SEKTION. Durch einen Sektionsbefund, den die sog. SEKTENbeauftragten definieren und pausenlos verkünden, werden SEKTEN in gute und böse S. eingeteilt. Gute S. sind z.B. die katholische Kirche, vorallem die Pius Bruderschaft und, mit Abstrichen, die evangelische Kirche. Da alle anderen SEKTEN per se schlecht sind, erspare ich mir an dieser Stelle deren Aufzählung.
Zuletzt möchte ich noch erwähnen, daß die SEKTEN, so man von ihne kostet, trunken machen können, wie schon das deutsche Sprichwort: ‘ein SEKT kommt selten allein’ sagt.
Per obiger Definition sind also SEKTIERER Angehörige der SEKTEN, etwa einzelne SEKTEN-jahrgänge, die man noch weiter untergliedern kann in die SEKTOREN (sing. SEKTOR) mit ihren SEKTOREN-Grenzen.
Alles in allem läßt sich sagen, daß, wenn es die SEKTEN nicht gäbe, diese sofort erfunden werden müßten und sei es nur darum, damit die vatikanische SEKTENpolizei oder die Esoabwatscher sich so schön aufregen können.
Recht gern wenden die soeben genannten im übertragenen Sinne eine Vivisektion an. Über V. weiß Wikipedia: "Der Begriff wird auch im übertragenen Sinne benutzt, um eine gegenüber einem Untersuchungsgegenstand respektlose oder gefährliche Vorgehensweise zu bezeichnen".
PROST!