Mai 26, 2009 | In: Affirmation, positives Denken

Affirmation – Ich bin immer die gleiche Person, was auch geschehen mag

 

 

sw6184

Ich bin immer die gleiche Person – was auch geschehen mag

 

Einer sagt: Du bist aber gescheit. Ein Anderer sagt Ihnen, daß Sie dumm wie Bohnenstroh sind. Was machen Sie jetzt?

Wem glauben? Ihr Favorit ist der, der Ihnen schmeichelt. Und wenn der andere nun recht hätte?
Hören Sie lieber nicht auf das, was Ihnen die anderen sagen. Kommt eh nur aus deren Schubladenschränken. 

Da bin ich wieder bei dem tibetischen Lama. Ich schrieb schon, daß der sagte:
Ich bin der für den ihr mich haltet. Für mich macht das keinen Unterschied.

Ich bin immer die gleiche Person – was auch geschehen mag, geht aber wohl darüber hinaus. Ich will dies mit einer Geschichte, die der indische Mystiker OSHO erzählte, verdeutlichen:
Da lebte in einem Dorf ein Narr. Oder war’s ein weiser Mann? Oft "sehen" Sie ja für uns zum verwechseln ähnlich. Eines Tages kamen Männer aus dem Nachbardorf und stahlen diesen Mann. Sie nahmen ihn einfach mit, weil sie in ihrem Dorf keinen weisen oder närrischen Mann hatten.
Der alte Mann lächelte und ging mit ihnen. Dort blieb er dann und war es zufrieden und hatte niemals das Gefühl, er sei am falschen Platz.
Nach einiger Zeit kamen Männer aus seinem alten Dorf und stahlen den gestohlenen weisen oder närrischen Mann.
Der alte Mann lächelte und ging mit ihnen. Auch in seinem neuen alten Dorf hatte er niemals das Gefühl, er sei am falschen Platz.

Schön, nicht wahr? 
Und wie fühlen Sie sich an Ihrem Platz?

 

Nachtrag

Eine kurze Ausarbeitung zum Thema Positives Denken finden Sie  hier  bei Wikipedia

Zwei Zitate daraus:
 

  • Wenngleich das Konzept des Positiven Denkens von vielen Seiten kritisiert und teilweise sogar als völlig wirkungslos betrachtet wird, liefert die neuere Hirnforschung Anhaltspunkte dafür, dass gewohnheitsmäßige Denkmuster mittel- und langfristig Auswirkungen auf unsere Gehirnaktivität haben. Auch sind Suggestion und Autosuggestion zum Beispiel in der Schmerztherapie kurzfristig therapeutisch nutzbar.

     

  • Psychologen und Psychiater warnen ausdrücklich davor, dass die Methoden labile und depressive Patienten weiter schädigen können. Besonders bei unkritischen Menschen können sie auch zu einem Realitätsverlust führen. Der Realitätsverlust kann durch das Vermeiden von kritischen Fragen und der damit einhergehenden teilweisen Leugnung von vorhandenen Schwächen entstehen. Vernachlässigt werden zudem die unterschiedlichen Fähigkeiten des Menschen, ihre unterschiedliche Persönlichkeitsstruktur sowie die Wechselwirkung zwischen individueller Psyche und sozialer Umgebung.

 

Ich will Ihnen aus der angeführten Literatur nur zwei Beispiele vorlegen, die Ihnen zeigen, wie kontrovers diese "Glaubensrichtung" gesehen wird.

G. Scheich: Positiv Denken macht krank. Eichborn-Verlag, ISBN 382183904X
Sabine Bergmann: Positiv denken und glücklich sein. Berenkamp-Verlag, ISBN 9783850932264

 

 

1 Response to Affirmation – Ich bin immer die gleiche Person, was auch geschehen mag

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Franz Josef Neffe

Juni 9th, 2011 at 12:41 pm

Wenn sich einer lieber mit meiner Dummheit und der andere lieber mit meiner Gescheitheit unterhält, was sollte mich daran stören, wenn beide nett und zuvorkommend mit mir und meinen Talenten umgehen?
Die Tatsache, dass ich mit Autosuggestion in der hohen Qualität von E.Coué z.B. in einer Minute Kopfschmerzen wegwegwegschicken kann, bedeutet ja nicht, dass ich nicht mit meinen unzähligen Talenten auch einfach gute, freundliche, stärkende, lenkende Gespräche führen und so meine Talente und durch sie mich glücklich machen könnte. Coué hat ja daran erinnert, dass jeder von uns in jedem Augenblick seines Lebens ununterbrochen AUTOSUGGESTION betreibt. Um die Frage, OB wir Autosuggestion machen wollen, geht es also gar nicht. Es geht einzig um die Frage, WIE.
Per-sona ist ja die Rolle, durch die es tönt (lat. “per-sonat”). Bin ich also (nur) die Per-sona, die Rolle, oder bin ich IN der Per-sona / Rolle und töne aus ihr heraus. Je feiner ich meine WIRKlichkeit erkenne und bediene, desto feiner kann ich WIRKen.
Warnen tun in jeder Berufsgruppe immer dieam meisten, die es selbst am wenigsten können. Gerade dem Schwachen und Geschwächten sein Selbststärkungspotential vorzuenthalten macht ihn ja noch schwächer – und abhängiger. Wer KANN, wird deshalb nicht ausweichen sondern besonders sorgfältig und achtsam mit den Potentialen umgehen und damit gute Erfolge erzielen.
Ich wünsche allen guten Erfolg, er ist möglich.
Franz Josef Neffe

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